Wohnformen

Allgemeine Informationen zu betreuten Wohnformen

Das eigenständige Wohnen kann aufgrund einer psychischen Erkrankung erschwert oder (zeitweise) unmöglich sein. Deshalb gibt es betreute Wohnformen. 

Die betreuten Wohnformen unterscheiden sich danach,

  • ob eine eigene Wohnung vorhanden ist oder ein Wohnplatz in einer Wohngemeinschaft benötigt wird,
  • ob der Wohnplatz für eine bestimmte Zeit oder auf Dauer benötigt wird,
  • wie intensiv therapeutische und/oder betreuende Kontakte benötigt werden,
  • wie häufig Unterstützung im Haushalt benötigt wird.

Wohnformen

Es gibt verschiedene Wohnformen:

Ambulant betreutes Wohnen

Im ambulant betreuten Wohnen leben die Menschen entweder in der eigenen Wohnung oder einer Wohngemeinschaft. Die Betreuung umfasst Beratung, Gespräche, telefonische und persönliche Kontakte sowie Begleitung. Der zeitliche Aufwand der Betreuung richtet sich nach dem persönlichen Hilfebedarf der Person, die im ambulant betreuten Wohnen lebt.

Es gibt verschiedene Formen von ambulant betreutem Wohnen. Dazu gehören unter anderem:

  • Ambulant Betreutes Einzelwohnen (aBEW) 
  • Betreute Wohngemeinschaften (BWG)
  • Betreutes Einzelwohnen (BEW)
  • Therapeutische Wohngemeinschaften (TWG)

Weitere Informationen zu ambulant betreutem Wohnen und den verschiedenen Wohnformen gibt es auf der Internetseite des Bezirk Oberbayern.

Ambulant betreutes Wohnen

Besondere Wohnformen

Für Menschen, die ihr Leben nicht selbständig führen können, gibt es die "besonderen Wohnformen". Die Personen wohnen hierbei in einer Einrichtung.

In besonderen Wohnformen erhalten die Bewohner*innen Begleitung, Förderung und bei Bedarf pflegerische Unterstützung. Die Bewohner*innen werden darin unterstützt, ihre eigenen Ressourcen zu erkennen und ihre Fähigkeiten zu entfalten. Ziel ist eine möglichst selbstständige und selbstbestimmte Lebensführung sowie die soziale Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft.

Es gibt:

  • Besondere Wohnformen mit Tagesbetreuung
  • Besondere Wohnformen ohne Tagesbetreuung

Weitere Informationen zu den besonderen Wohnformen finden Sie auf der Internetseite des Bezirk Oberbayern.

Besondere Wohnformen

Kostenübernahme

Der Bezirk Oberbayern übernimmt die Kosten für betreute Wohnformen, wenn ein Hilfebedarf besteht und das eigene Einkommen sowie Vermögen nicht ausreichen.

Weitere Informationen hierzu sind auf der Webseite des Bezirk Oberbayern erhältlich.

Leben und Wohnen

Beratung zu Wohnformen und freien Plätzen

Verschiedene Stellen beraten, ob und welche Art der Wohnbetreuung geeignet ist. Dazu gehören die Beratungsbüros der Trägervereine für betreute Wohnformen:

Weitere Beratungsmöglichkeiten

Auch die Sozialpsychiatrischen Dienste und Gerontopsychiatrischen Dienste beraten darüber, ob und welche Art der Wohnbetreuung geeignet ist.

Sozialpsychiatrische Dienste

Sozialpsychiatrische Dienste, abgekürzt "SPDi", bieten Beratung und Unterstützung für psychisch erkrankte Erwachsene zwischen 18 und 60 Jahren zu allen Themenbereichen ihres alltäglichen Lebens. 
Die Mitarbeiter*innen beraten Erkrankte und ihre Angehörigen zu psychischen Erkrankungen und seelischer Gesundheit. Sie unterstützen in Krisensituationen, begleiten längerfristig und vereinbaren bei Bedarf gerne einen Hausbesuch. 
Das Angebot ist kostenfrei. Die Anliegen werden vertraulich behandelt.

Weiter Informationen über die Sozialpsychiatrischen Dienste gibt es auf der Internetseite der Stadt München.

Sozialpsychiatrische Dienste

Welcher Sozialpsychiatrische Dienst zuständig ist, hängt vom Wohnort der Person ab, die Unterstützung sucht. 

Durch Eingabe der Adresse im "Geoportal München" kann der zuständige sozialpsychiatrische Dienst gefunden werden.

Sozialpsychiatrischer Dienst - Geoportal

Übersicht Sozialpsychiatrische Dienste in München

Gerontopsychiatrische Dienste

Psychisch erkrankte Bürger*innen ab 60 Jahren und ihre Angehörigen können sich für Beratung und weitergehende Unterstützung an die Gerontopsychiatrischen Dienste, abgekürzt GPDi, wenden. 
Die Gerontopsychiatrischen Dienste arbeiten eng mit Hausärzt*innen und Pflegediensten, teilstationären, sowie stationären Einrichtungen und dem Allgemeinen Sozialdienst zusammen. Hausbesuche sind nach Vereinbarung möglich.

In München gibt es vier Gerontopsychiatrische Dienste, die jeweils für eine bestimmte Region der Stadt zuständig sind.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der Stadt München.

Gerontopsychiatrische Dienste

Übersicht Gerontopsychiatrische Dienste in München

Freie Wohnplätze

Die Infostelle Wohnnetz informiert darüber, wo und ab wann es freie Wohnplätze gibt.

Infostelle Wohnnetz

Wohnen für psychisch erkrankte Straftäter*innen

Psychisch erkrankte Menschen sind insgesamt nicht gewaltbereiter als Menschen ohne psychische Erkrankung. Bei vereinzelten schweren psychischen Erkrankungen kann das Risiko für Gewalttaten jedoch erhöht sein.

Die bayerische Gesellschaft für psychische Gesundheit e.V. bietet verschiedene Wohnformen für psychisch erkrankte Straftäter*innen an.

Unterstützung für Menschen mit Messie-Syndrom

Das Messie-Hilfe-Telefon vom H-Team e.V. bietet Beratung und Unterstützung für Betroffene, Angehörige und Fachkräfte.